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10.03.09
Die Karten werden neu gemischt
noch 10 Tage bis zum Start des Weltcups in Cottbus
Nacholympische Jahre sind oft Jahre des Umbruchs. Olympiasieger treten zurück und in eine neue Phase ihres Lebens ein, neue Hoffnungsträger stoßen in die sich öffnenden Lücken um mutig ihre Chance zu nutzen.
Auch der Code de Pointage wird regelmäßig einer mehr oder minder kleinen Überarbeitung unterzogen. Nur das altehrwürdige Turnier der Meister in Cottbus scheint auch im dreiunddreißigsten Jahr von alldem unbeeindruckt: Olympiasieger und Weltmeister geben sich traditionsgemäß zum europäischen Weltcup-Auftakt die Klinke in die Hand, amtierende wie mit Sicherheit auch künftige. 10 Tage vor den Europameisterschaften in Mailand (02. bis 5. April) nutzen zudem viele Verbände mit ihrer gesamten Mannschaft das Traditionsturnier als Generalprobe für die europäischen Titelkämpfe. 09.03.09
Erster Weltcup des Jahres mit Überraschungen
Damenkonkurrenz mit Problemen
Beim traditionelle GYMNIX INTERNATIONAL in der kanadischen Metropole gab es bei den Männern ausschließlich Europäische Siege, nachdem bei den Qualifikationen noch die Japaner dominiert hatten
Früh im Jahr datiert litt dieser Weltcup an mangelnder internationaler Teilnahmebereitschaft, was dem Veranstalter sicherlich Sorgen macht.
Besonders in der Damenkonkurrenz auffällig, kamen doch dort nicht einmal vollständige Finaldurchgänge im Claude Robillard Sports Centre zustande. Zum nächsten Weltcup „Turnier der Meister® in Cottbus (GER) erwarten die dortigen Ausrichter ein deutlich breiteres Feld an Teilnehmern und demnach eine härtere Konkurrenz zur Standortbestimmung auf dem Weg zu den Weltmeisterschaften 2009 in London. 06.03.09
Gymnix international in Montreal
erster Weltcup der Saison
Der Weltcup-Zirkus der FIG beginnt in diesem Jahr in der kanadischen Metropole Montreal. Die Gastgeber erwarten die Aktiven aus 15 Nationen bereits am heutigen Freitag zu den Qualifikationen, die Finals werden am Samstag und Sonntag ausgeturnt.
Teilnehmende Nationen: CANADA, FRANCE, USA, RUSSIA, JAPAN, AUSTRALIA, NETHERLANDS, PERU, BELGIUM, CROATIA, SALVADOR, HUNGARY, POLAND, PUERTO RICO, SLOVENIA alle Informationen zum GYMNIX INTERNATIONAL (LINK): 04.03.09
Joeline Möbius und Jenny Brunner vom Pech verfolgt
Zwangspausen für die Chemnitzerinnen
Die 16-Jährige Olympiateilnehmerin Joeline Möbius vom TUS Chemnitz – Altendorf ist in dieser Saison weiterhin vom Verletzungspech verfolgt. Nach dem sie bereits durch Rückenprobleme auf die Teilnahme am USA – Lehrgang der Nationalmannschaft verzichten musste, brach sie sich nun am Balken die große Zehe am linken Fuß. Möbius muss nunmehr zehn Tage eine Gipsschiene tragen. Wann sie wieder mit dem Training beginnen kann ist zum jetzigen Zeitpunkt noch ungewiss.
Auch ihre Chemnitzer Mannschaftskameradin Jenny Brunner kann zur Zeit nur sehr eingeschränkt am Trainingsbetrieb teilnehmen. Bei der 18 – Jährigen mehrfachen EM – und WM – Teilnehmerin diagnostizierten die Ärzte das Pfeiffersche Drüsenfieber. Brunner hatte sich bereits vor längerer Zeit mit Infekten und Erkältungen herumgeplagt. Brunner kann nur sehr dosiert trainieren und muss vor allem konditionelle Belastungen vermeiden. Damit fallen beide für den avisierten Einsatz beim Cottbuser Weltcup und auch für die Europameisterschaften aus. (dtl) 04.03.09
Bankenkrise trifft auch Welt-Turn-Verband
Der Welt-Turnverband FIG hat durch die weltweite Bankenkrise Verluste erlitten.
FIG-Generalsekretär Andre Gueisbuhler bestätigte in einem Interview des Fachmagazins «Leon», dass sich die Verluste zwischen 200 000 und 600 000 Schweizer Franken (135 000 bis 405 000 Euro) belaufen würden. Zuvor hatte FIG-Präsident Bruno Grandi dem Blatt mitgeteilt, dass der Welt-Turnverband Gelder der FIG-Stiftung bei der Bank Credit Suisse investiert hatte, die Geschäfte mit dem insolventen US- Bankhauses Lehman Brothers getätigt hatte. «Die Bank wird uns da Antworten geben müssen, denn wir haben vorsichtig investiert, und die Bank wird erklären müssen, was sie getan hat», erklärte Grandi. Auch fürchtet Grandi weitere Auswirkungen der Finanzkrise, «weil natürlich eventuelle Sponsoren gerade viele Probleme» hätten. Allerdings hänge die FIG im Gegensatz zu anderen Verbänden nicht besonders stark von Sponsoren ab, bekräftigte der Italiener. 03.03.09
Yann Cucherat (FRA) frisch gebackener Vater
vom Turnier der Meister® zur EM nach Mailand
Der dreimalige französische Olympiateilnehmer Yann Cucherat kommt als frisch gebackener Vater zum Turnier der Meister® nach Cottbus.
Am vergangenen Montag gebar Cucherat' s-Frau Blandine die gemeinsame Tochter Angélina Seinen beiden Damen geht es gut, berichtete Barren- und Reck-Spezialist Cucherat. Der Finalist der Olympischen Spielen 2000, 2004 und 2008 gewann bei den Weltmeisterschaften 2005 in Melbourne zwei Medaillen. Im Dezember 2008 gewann er die Goldmedaille am Barren beim Weltcupfinale in Madrid. Sportlich stehen für Ihn momentan die Vorbereitungen auf den Cottbuser Weltcup „Turnier der Meister® und die Europameisterschaften in Mailand auf der Tagesordnung. 02.03.09
Ukrainischen Turnern droht Pleite
Das ukrainische Turnen steuert nach Angaben seines Präsidenten Viktor Korzh auf eine akute Finanzkrise zu. Der Verband könne in diesem Jahr keine Turner zu Weltcup-Turnieren schicken.
«Selbst der Start bei den Europameisterschaften im April in Mailand ist noch nicht gesichert, sagte er auf einer Pressekonferenz des Verbandes. Das Familienministerium hatte zuvor den Etat der Elitesportler von rund 475 000 Euro auf 275 000 Euro gekürzt. 2008 hatten die Ukrainer bei den Europameisterschaften in Lausanne noch zwei Medaillen gewonnen, bei den Olympischen Spielen in Peking sprang eine Bronzemedaille durch Alexander Worobjow an den Ringen heraus. Auch auf das Weltcup-Turnier in Cottbus (20. bis 22. März) wird verzichtet. «Die Ukrainer, über Jahrzehnte Stammgäste beim Turnier der Meister, haben in der Tat dieses Mal keine Turner gemeldet», bestätigte Turnierdirektor Mirko Wohlfahrt am Montag. Keine Sorgen macht sich hingegen der deutsche Rekordmeister SC Cottbus um den Start ihres ukrainischen Leistungsträger Roman Zozulja in der Deutschen Turnliga die am 18. April startet. (dpa) 24.02.09
DTB nominiert Weltcup Riege für Cottbus / Fabian Hambüchen startet
Hambüchen und Bui führen deutsches Team an
Der Deutsche Turner-Bund (DTB) hat seine vorläufige Riege für den Turn-Weltcup in Cottbus vom 20. Bis 22. März nominiert. Neben Superstar Fabian Hambüchen (Wetzlar) berief Chef-Trainer Andreas Hirsch die Olympiateilnehmer Philipp Boy (Cottbus) und Marcel Nguyen (Unterhaching) in den Kader für das traditionsreiche Turnier der Meister®.
Außerdem werden der Hallenser Matthias Fahrig und der Straubenhardter Thomas Taranu und Robert Weber (Ehmen) zur Mannschaft gehören. «Die bisherige Nominierung kristallisiert sich aus den aktuellen Trainingsleistungen heraus», sagte Hirsch, der jedoch nach dem National Team Cup am 7. März in Heidelberg seine Entscheidung noch einmal überprüfen will.
«Dort werden sich weitere Athleten anbieten, die dortigen Leistungen können durchaus noch zu Veränderungen führen», sagte der 50-Jährige.
Zwei Neulinge nominierte Chef-Trainerin Ulla Koch bei den Frauen. In Maike Roll (Karlsruhe) und Elisabeth Seitz sollen in der Lausitz zwei 15-Jährige mit Perspektiven für die EM im April ihr Weltcup-Debut geben. Olympiateilnehmerin Anja Brinker (Herkenrath) und die Tübingerin Kim Bui vervollständigen das DTB-Quartett. Bui hatte mit ihrem dritten Platz am vergangenen Wochenendebeim American Cup in Chicago als erste deutsche Turnerin seit Maxi Gnauk 1979 wieder den Sprung aufs Podest geschafft. Auch für Koch können «unsere beiden im Trainingslager anstehenden Überprüfungen durchaus noch die ein oder andere Änderung hervorbringen».. aktueller Meldestand (LINK): 22.02.09
Hambüchen gewinnt American Cup
Sieg für die Geschichtsbücher / Bui gute Dritte
Fabian Hambüchen ist gleich zum Saisonauftakt ein Sieg für die Geschichtsbücher gelungen. Der Reck-Weltmeister gewann in Chicago als erster Deutscher in der 34-jährigen Historie des American Cups den Mehrkampf.
Das war riesig, hier vor solch einer Kulisse ganz oben zu stehen», meinte der 21 Jahre alte Hesse erfreut. Vor fast 10 000 Zuschauern war Hambüchen mit 90,65 Punkten der große Coup vor den beiden US-Boys David Sender (90,45) und Joey Hagerty (89,55) geglückt. Großartig kämpfte auch die Tübingerin Kim Bui, die mit Platz drei das beste Resultat einer deutschen Turnerin beim American Cup seit 30 Jahren erzielte. Schlüssel zu Hambüchens Triumph waren diesmal noch nicht die Höchstschwierigkeiten, sondern die saubere Ausführung. «Er hat keine großen Fehler gemacht. In der Schwierigkeit muss er aber in den sechs Wochen bis zur Europameisterschaft nun zulegen», sagte Vater und Trainer Wolfgang Hambüchen, der wie sein Sohn vor dessen viertem Auftritt beim Traditionscup nicht mit dem Sieg gerechnet hatte: «Wir sind davon ausgegangen, dass wie immer ein Amerikaner gewinnt.» Tatsächlich hatten die Gastgeber bei 32 bisher ausgetragenen Mehrkämpfen 23 Sieger gestellt. Der letzte Erfolg eines Europäers datierte durch den Weißrussen Witali Scherbo aus dem Jahr 1994. Aus deutscher Sicht waren zweite Plätze von Ralf Büchner (Potsdam/1990) und Roland Brückner (Berlin/1978) die bislang beste Ausbeute. Hambüchen lag an allen Geräten unter den Top 3, hatte vor dem Reck jedoch 1,25 Punkte Rückstand auf David Sender. «Wir wussten aber, dass er am Reck nicht so stark ist und ich hier noch eine Chance habe», meinte Hambüchen, der aber bei seinem ersten Auftritt nach seiner Finger-Operation das letzte Risiko vermied. Er nahm den Kolman-Flieger aus der Übung, ließ auch eine schwierige Verbindung weg. Mit nahezu perfekter Ausführung kam er auf 15,75 Punkte. Im geschlagenen Feld landete unter anderen der Olympia-Dritte Benoit Caranobe aus Frankreich (5.). Erst in der vergangenen Woche hatte sich Hambüchen in der Klinik Bergisch-Gladbach bei einer Nachuntersuchung Grünes Licht für sein Saison-Debüt geholt. Im Dezember war ihm bei einer Operation das abgerissene Band des kleinen Fingers der linken Hand mit einem Titan-Anker befestigt worden. «Man kann Chefarzt Westerdorf nur die Hand schütteln. Fabian hat nichts mehr gespürt», sagte Wolfgang Hambüchen. Kim Bui sorgte mit Platz drei für das beste Resultat einer deutschen Turnerin seit die Berlinerin Maxi Gnauck 1979 Zweite geworden war. Mit 56,00 Punkten musste die Tübingerin nur der erst 13 Jahre alten Jordyn Wieber (60,20) und deren US-Teamgefährtin Bridget Sloan (59,60) den Vortritt lassen. Entscheidend war eine stabile Übung der 20-Jährigen am Schwebebalken. «Am Barren hatte sie einen kleinen Fehler, aber ansonsten lief es prima», lobte Trainer Robert Mai. (ftd) 18.02.09
Bislang 32 Nationen melden für Turnier der Meister®
Wenige Tage vor dem offiziellen Meldeschluss zum 33. Turnier der Meister® vom 20. bis 22. März in Cottbus haben bislang Athleten aus 32 Nationen ihre Teilnahme zugesagt. Eines der traditionsreichsten Turn-Turniere der Welt wird damit auch in diesem Jahr wieder mit einer glänzenden Besetzung rechnen können. Als erstes legten die Rumänen Ihr Team fest, welches in der Lausitz-Arena an den Start gehen soll. Für viele der europäischen Teilnehmer werden dieses zweite Turnier der Weltcupserie nach Montreal Anfang März als direkte Vorbereitung für die kurz darauf in Mailand stattfindenden Europameisterschaften (2. bis 5. April) nutzen. |
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